Chamonna Lischana

Hüttentour im Engadin unter optimaler Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Wochenendzeit.

Tag 1: Abfahrt verspätet um 0230 Freitag Nacht mit dem CNL, Ankunft 0654 in Basel, Treffen mit einem Freund und Weiterfahrt mit der SBB nach Scuol-Tarasp, Ankunft 12:15 bei strahlendem Sonnenschein.
Nach kurzem Kaffee den Aufstieg zur Chamonna Hütte (von ca. 1.100 auf 2.500m) in Angriff genommen, stetig gleich steil, Gehzeit (gemütlich) 3 3/4 Stunden, zwischendrin leichter Niesel, rechtzeitig zur Abendstimmung jedoch wieder Sonne. Unterwegs Murmeltier und Gemsen gesehen und um 17:30 an der Hütte angekommen. Eigentlich hatten wir angesichts der Jahreszeit gedacht (hofft), dass wir die (reservierte) Hütte mehr oder weniger für uns alleine haben, doch Pustekuchen, die Hütte ist komplett ausgebucht. Daher mussten wir mit einem sehr enge Sardinen-Schlafplatz (vier Plätze nebeneinander in einem Zimmer für eigentlich drei Plätze) auskommen. Noch mal kurz raus, dabei Steinböcke gesehen, ein paar Fotos gemacht und um 18:30 Abendessen Suppe Lasagne Panna Cotta, danach Plaudern und viel Trinken und um 21:45 Licht aus. Und dann trotz ‚Sardinenplatz‘ und dreimaligem Aufsuchen der (außerhalb gelegene) Örtlichkeit gut geschlafen.

Tag 2: Gleich um 06:30 Frühstück nach einem kurzen Wettercheck: keine Wolken, also sofort nach Müsli und Brot los. Ein Traum, Aufstehen und sofort in den Bergen sein und die Tour starten. Und was für eine Tour, das erste Licht bedeckt die ersten Gipfel, noch einmal kämpfende Steinböcke, Schneehühner und dabei Aufstieg auf knapp über 3.000m. Dort dann strahlende Sonne und ein traumhafter Rundum-Blick: ins Tal, auf hohe Gipfel, auf ein Fels Geröll Plateau, wie auf einem anderen Planeten, weit weg von jeder Zivilisation, welch Erholung! Den Piz Lischana haben wir uns dann geschenkt (wäre auch zeitlich sehr eng geworden) und sind lieber gleich weiter über nicht markiertes Geröll zum Lajet da Lischana See, dieser tief blau und sich spiegelnde Gipfel, der perfekte Ort für eine lange (dafür haben wir ja u.a. den Piz ausgelassen) gemütliche Pause.
Der Abstieg dann sehr steil und abenteuerlich, viel Geröll, sehr rutschig, der Weg teilweise mit Kette gesichert, Stöcke und Handschuhe hierbei absolute Pflicht. Kurz nach 13:00 S’charl erreicht, Katzenwäsche am Brunnen, Kaffee, Postbus nach Scuol, SBB nach Basel, Schoki gekauft und mit dem ICE nach Hause, Ankunft kurz nach 22:00 am Sonntag Abend – was für eine tolle Tour!!!