Tagebuch


06.07. Anreise (langer Flug über Kuala Lumpur), Treffen mit der Gruppe (8 Leute) und Reiseleiter Chris, Hotel Duta Garden, Altstadt und Vogelmarkt Yogyakarta. Zum Detailbericht Yogyakarta
07.07. Hinduistische Anlage Prambanan, Mittagessen im coolen Restaurant im Urwald, Richtung Merapi, Affen, ungesicherte 10 Meter hohe Kletterleiter auf Aussichtsturm, vom letzten Ausbruch zerstörtes Dorf Kaliurang, Abendstimmung mit Merapi, Rückfahrt und Abendessen. Zum Detailbericht Prambanan
08.07. Dieng Plateau, Anfahrt durch Urwald, Reisfelder, Bananan, Kaffee, Tabak, Umrundung türkisfarbener Schwefelsee Telage Warna Dieng, Schlammvulkan Kawah Sikisali, Elefanten Fußball!, Kawah Sileri und Heimfahrt. Zum Detailbericht Dieng Plateau
09.07. Morgenstimmung an der Südflanke des Merapi, Borobudur, dort Anmarsch durch Urwald und kleine Dörfchen, Tempel besichtigt, von indonesischen Studentinnen permanent zwecks englischer Interviews angequatscht worden, Abends Wayang Veranstaltung. Zum Detailbericht Borobudur
10.07. Fahrt nach Selo, unterwegs Stop bei einem Observatorium, Selo sehr charmante persönliche Unterkunft, kurzer Aufstieg zu einem Aussichtspunkt Blick Merapi in der Abendsonne, Abendessen und kurze Heia bis Mitternacht.
11.07. Bei traumhaftem Sternenhimmel 1.200 Höhenmeter ab Mitternacht auf den Gipfel des Merapi, dort Sonnenaufgang (bzw. Schlafen = Detlef), austretendes Gas, (nerviger) Abstieg, Fahrt nach Tawangmangu ins Hotel Komajaya Komatatih (Moschee mit Muhezin direkt nebenan), Wasserfall mit Affen gelaufen, Pause und Abendessen. Zum Detailbericht Vulkan Merapi
12.07. Fruchtbarkeitstempel Sukuh, Wanderung durch die Felder zurück zum Hotel, lange Weiterfahrt, Wasserfall Sodudu im Dunkeln (Frösche und ein Wurm, dessen Popo im Dunkeln leuchtet), Nobelhotel = Kulturschock in Kediri. Zum Detailbericht Tawamangu
13.07. Vulkan Kelud, kurze Wanderung auf den Kraterrand, dampfender Dom, Weiterfahrt nach Songgoriti, gemütlicher Nachmittag im Urwald bei Vogelgezwitscher und Froschgequake. Zum Detailbericht Vulkan Kelud
14.07. Heiße Quellen, Baden in heißen Thermen, Weiterfahrt nach Malang (unser Fahrer hatte die Strecke nicht wirklich im Griff), Fahrt nach Tumpang, Hausmannskost in der Unterkunft des Rangers, kurzer Schlaf.
15.07. Abfahrt Mitternacht mit zwei coolen Toyota Jeeps, Observatorium mit theoretischem Blick auf glühenden Semeru, praktisch komplett in Wolken, Frühstück, Fahrt durch wieder coolen Urwald nach Ranu Pani, schlichte Unterkunft, Spaziergang um den See, frühes Schlafen.
16.07. 0700 Abmarsch (wir Tagesrucksack, einheimische Träger mit Zelt etc.) zum Basislager des Semeru unterwegs immer wieder Blick bei Sonnenschein auf die Eruptionen, Mittagspause mit Nutella an einem See, Aufstieg Basislager auf 2.700m, Zelte aufbauen, Lagerfeuer, kalt, Schlaf.
17.07. Aufstieg zum Gipfel bei Sternenhimmel und Mondschein, 45 Grad steil auf Vulkanasche, drei mussten leider aufgeben, haben nach 4 1/2 Std (Chris Rekord 1 3/4 Std) den Gipfel leider nicht mehr in Dunkeln (also keine Rotglut) erreicht, die Eruptionen direkt vor uns, Hammer!!! Irgendwann dann Abstieg, Vulkanansche hüpfen, yippieh, Basislager, Waschen an einer Quelle, gemütlicher Nachmittag. Zum Detailbericht Vulkan Semeru
18.07. Abstieg (der Semeru wieder in Wolken, was ein Wetterglück), Plaudern mit Detlef, Mittagessen in Ranu Pani, Fahrt im offenen Jeep durch die Tengger Caldera nach Cemero Lawang und endlich wieder Duschen, ruhiger Abend.
19.07. Sonnenaufgang mit Blick auf die Tengger Caldera, Frühstück, Wanderung vom Hotel auf den Kraterrand des Bromo, Umrundung des Bromo auf dem Kraterrand, Kekspausen, Kaffeepause Hotel, Sonnenuntergang schauen und schlafen. Zum Detailbericht Tengger Caldera
20.07. Fahrt auf eine Kaffeefarm (Jampit), Detlef hat unterwegs Spitzhacke und Reishut gekauft, Stop an zwei Maaren, Farm geschlossen, Unterkunft mau, früh ins Bett.
21.07. 0230 Abfahrt Kawah Ijen, Nieselregen, Aufstieg Kraterrand, Abstieg Krater und gerade noch den blau brennenden Schwefel erreicht!!! Tageslicht, unmenschliche Arbeitsbedingungen beim Schwefelabbau, Arbeitern zugeschaut, fotografiert, unglaublich, und wir daneben in unseren Hightech Klamotten, sehr intensives Erlebnis. Aufstieg zum Blick in Kratersee, fahrt nach Pos Paltuding, nettes Hotel am Meer, Spaziergang am Meer, Abendessen mit Bir Bintang und Zimtzigaretten. Zum Detailbericht Kawah Ijen
22.07. Fahrt nach Bali, Fähre, tolle Landschaften, Kuta, Touristadt aber nettes ruhiges Hotel, netter Abend mit ein paar Bintang.
23.07. Detlef hatte in der Nacht mit der Spitzhacke eine Ratte erlegt, Fahrt zum Vulkan Batur, Wanderung auf den Gipfel, anschließend Kaffee in einem urigen Shop, Rückfahrt, letztes Abendessen. Zum Detailbericht Bali
24.07. Abhängen am Flughafen, Detlef war auf eine frühere Maschine gebucht und keiner hatte es gemerkt, Schreck, dann doch noch einen Platz auf unserem Flieger bekommen, juhu! Kurzweiliger Flug nach Kuala Lumpur, Weiterflug (Jörg wurde schon ausgerufen und hat den Flieger gerade so erreicht), zwei Filme schauen und pünktliche Landung.


Tage 01, 04: Yogyakarta


Wir sind am 06. Juli vormittags in Yogyakarta gelandet, wurden von Chris (unserem Guide) am Flughafen abgeholt und ins Hotel Duta Garden gebracht. Dort erste Lagebesprechung und Kennenlernen der Gruppe (insgesamt 8 Leute), kurze Pause, und dann haben wir gemeinsam Yogya erkundet. Auf den ersten Blick fällt auf: keinerlei Hochhäuser, viele kleine Läden, Millionen von Mopeds und eben das typische Chaos :-). Wir sind durch die Altstadt geschlendert, am Palast vorbei, hier und da ein paar Ruinen, Blick auf die Dächer der Stadt und dann zum Vogelmarkt, wo es wirklich alles an (Klein-)Tieren zu kaufen gibt, Vögel, Katzen, Schlangen, Fledermäuse, Affen, Insekten… sehr beeindruckend.

Am vierten Abend (nach der Besichtigung von Borobudur) haben wir eine Wayang Veranstaltung besichtigt. Wirklich interessant daran war, dass es in diesem speziellen (Touri-)Theater möglich war, auch hinter die Kulissen zu schauen und somit dem Figurenspieler und Orchester bei der Arbeit zuzuschauen. Ansonsten war die erzählte Geschichte doch sehr unübersichtlich und mit drei Stunden viel zu lang; wir waren ungefähr 45 Minuten dabei, danach wurde es einfach langweilig bzw. fängt die Musik an zu nerven :-)

Info: Als Wayang werden in Indonesien Figuren bezeichnet, mit denen religiöse, traditionelle Puppenspiele durchgeführt werden. Die Art der Figuren und der Darstellung hat sich seit dem Vordringen des Hinduismus auf die indonesische Inselwelt stark gewandelt, und nochmals unter dem Einfluss des Islam. Eine kulturelle Verwandtschaft besteht mit dem chinesischen Puppentheater.

In javanisch bedeutete Wayang “Schatten”, jedoch im Sinne von Geistern. Das Schattenspiel wurde hier zu einer Tradition, weil die Kultur Indonesiens mit dem Glauben an die Geister der Vorfahren sehr eng verbunden ist. Die erzählte Geschichte handelt immer von dem Kampf der guten gegen die bösen Geister.

Das Wayang-Puppentheater wurde von der UNESCO unter die Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.



Tag 02: Prambanan


Heute Vormittag haben wir die beeindruckende hinduistische Tempelanlage Prambanan besichtigt. Eine Stunde lang wurden wir kompetent durch die Anlage geführt, die – abgesehen davon, dass sie sowieso noch lange nicht fertig restauriert ist – im Jahr 2006 von einem Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen wurde und somit derzeit in einigen Bereichen wegen der Reparaturarbeiten gesperrt ist. Auch konnten die Schreine nicht besichtigt werden.

Info: Prambanan ist die größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens. Errichtet wurde Prambanan um das Jahr 850. Schon bald nach seiner Fertigstellung wurde der Tempel verlassen und begann zu verfallen.

Der Wiederaufbau des Komplexes begann 1918 und ist noch nicht abgeschlossen. Das Hauptgebäude wurde erst 1953 fertig gestellt. Vor allem das Wiederauffinden und die korrekte Zuweisung des ursprünglichen Baumaterials bereitet Probleme, da oftmals Material an weit entfernten Bauten wiederverwendet wurde. So werden nur Gebäude wiederaufgebaut, von denen mindestens 75% der ursprünglichen Steine vorliegen, und von vielen der kleineren Schreine kann man immer noch nicht viel mehr als die Grundmauern sehen.

Die Anlage ist einer der größten hinduistischen Tempel in Südostasien. Sie wurde 1991 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Charakteristisch ist die hohe und spitze Bauform, die typisch für hinduistische Tempel ist, sowie die strenge Anordnung zahlreicher Einzeltempel um das 47 m hohe Hauptgebäude in der Mitte.

Die Anlage setzt sich aus acht Hauptschreinen oder -tempeln zusammen, sowie mehr als 250 Einzeltempeln, die die Hauptschreine umgeben. Die drei größten Schreine, Trisakti („drei heilige Orte“) genannt, sind den drei Göttern Shiva dem Zerstörer, Vishnu dem Bewahrer, und Brahma dem Schöpfer geweiht. Das entspricht der Grundstruktur der Trimurti – der Hindu-Göttertrinität -, die sich in vielen hinduistischen Tempelanlagen, auch in Indonesien (z. B.: Besakih in Bali), wiederfindet.



Tag 03: Dieng Plateau


Die Fahrt zum Dieng Plateau verlief vorbei am Vulkan Sundoro durch Urwald, Reisfelder, Kaffee, Bananen, Tabak, traumhaft schön. Erster Halt war der Schwefelsee Telaga Warna Dieng (türkisfarben) den wir gemütlich einmal zu Fuß umrundet haben. Nach einer Kaffeepause ging es weiter zum Schlammvulkan Kawah Sikisali, wo es kräftig nach Schwefel stinkt und ordentlich blubbert und brodelt (wer dort hineinfällt, das ist wohl vor ein paar Jahren mal einer Touristin passiert, der wird auf der Stelle gekocht)! Danach ging es weiter zu einem kleinen Tempel, neben dem zufällig ein Elefanten-Fußballspiel stattgefunden hat! Da mussten wir natürlich ein paar Minütchen zuschauen, ein echtes Volksfest, echt abgefahren! Auf der Rückfahrt stand noch ein kurzer Stop bei dem blubbernden Krater Kawah Sileri auf dem Programm und ab ging es zurück nach Yogya.

Info: Das Dieng Plateau besteht aus verschiedenen Vulkankomplexen, welche eine sehr malerische und fruchtbare Landschaft geschaffen haben, welche wie eine große Kaldera wirkt. Viele Menschen haben sich dort angesiedelt und betreiben Ackerbau, was bei Ausbrüchen der diversen Krater seit je her immer wieder zu verheerenden Katastrophen geführt hat Bis heute zischt und brodelt die Erde mit Schlammquellen und teils mit Wasserdampfexplosionen.



Tag 04: Borobudur


Wir sind zuerst einmal an der Tempelanlage Borobudur vorbei gefahren und haben uns in einem Dorf “aussetzen” lassen. Von dort aus sind wir nach Orientierung durch Dörfer und Wald nach Borobudur gelaufen und haben so einen tollen Einblick in das Leben in dieser fruchtbaren Gegend erhalten. Der Weg war einfach traumhaft und überall wurde uns zugewinkt und zugelacht. Am Ende der Wanderung sind wir noch über einen Zaun geklettert und haben uns so den Eintritt gespart :-) Auf dem Tempel sind wir dann ein wenig herum geklettert (es waren Massen an Leuten da), haben die Stupas und vielen faszinierenden Steinreliefs bewundert, wurden von indonesischen Studentinnen interviewt (damit diese ihr Englisch üben konnten), permanent angequatscht und fotografiert, bis wir einfach nur noch unsere Ruhe haben wollten :-)

Info: Borobudur ist eine der größten buddhistischen Tempelanlagen Südostasiens. Gebaut wurde die Stupa vermutlich zwischen 750 und 850 während der Herrschaft der Sailendra-Dynastie. Jahrhundertelang lag sie unter Schichten vulkanischer Asche verborgen, bis im Jahr 1835 Europäer sie wieder ans Tageslicht brachten. Ein Restaurierungsprogramm in der Zeit zwischen 1973 und 1984 brachte große Teile der Anlage wieder zu früherem Glanz.

Von außen gesehen erinnert der Borobudur an einen gemauerten Hügel. Seine Struktur besteht aus einer Stufenpyramide (FOTO) aus sechs rechteckigen Ebenen, drei kreisförmigen Terrassen und einer zentralen, die Spitze bildenden Stupa. Der Borobudur ist voller buddhistischer Symbole und stellt die Nachbildung des Universums dar.

Insgesamt neun Stockwerke türmen sich auf der quadratischen Basis von 123 m Länge. An den Wänden der vier sich stufenartig verjüngenden Galerien befinden sich Flachreliefs in der Gesamtlänge von über fünf Kilometern, welche das Leben und Wirken Buddhas beschreiben. Darüber liegen drei sich konzentrisch verjüngende Terrassen mit insgesamt 72 Stupas, welche die Hauptstupa von fast 11 m Durchmesser umrahmen.

Borobudur wurde 1991 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.



Tage 02, 04 - 06: Vulkan Merapi


Dem Vulkan Merapi (“Feuerberg”, meru = Berg, api = Feuer) ist ein Schichtvulkan in Indonesien. Er hat eine Höhe von zirka 2.930 m und ist einer der aktivsten Vulkane des Landes. Er gilt als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt) haben wir uns von verschiedenen Seiten genähert.

Den ersten Kontakt hatten wir bei einer Wanderung durch einen Urwald (mit Affen, riesen Bambus) bis zu dem Dorf Kaliurang, welches vor zwei Jahren durch einen pyroklastischen Strom (dessen Verlauf man gut erkennen konnte) vernichtet wurde. Dort haben wir dann auf den Sonnenuntergang gewartet.

Am folgenden Tag haben wir uns dem Vulkan kurz nach Sonnenaufgang zu Fuss (über eine sehr staubige von LKWs befahrenen Strasse) an der Südflanke genähert.

Den Aufstieg auf den Gipfel haben wir in Selo gestartet (dort waren wir in einer sehr einfachen aber charmanten Unterkunft (es wurden sogar extra noch zwei Zimmer organisiert und Matratzen für die Fahrer gekauft) mit Gemeinschaftsklo (zur Benutzung gab es ‘öffentliche’ Badeschlappen) ohne Klopapier untergebracht).

Gestartet sind wir dann – bei traumhaftem Sternenhimmel mit klarer Milchstrasse – um Mitternacht. Erst verlief der Weg sehr steil durch ein Waldstück, dann über ein kleines Plateau mit anschließender extrem steilen steinigen Rampe, bis wir pünktlich zum Sonnenaufgang den Gipfel/ Lavadom erreicht haben (Dauer ca. 4 ½ Stunden, gefühlt keine 2 Stunden). Von dort hatten wir eine grandiose Aussicht auf Indonesien und seine Vulkane bei immer wechselndem Licht und tollen Wolkenformationen. Haben ca. 1 Std fast windstill und ohne Gasmaske am Gipfel verbringen können, dann hieß es: Abstieg (bei dem wir dann sehen konnten, wie steil der Weg wirklich ist) – ich hasse Abstiege – auf dem wir häufig von Einheimischen (barfuß/ in Gummistiefeln mit riesigen Graspaketen auf dem Kopf) überholt wurden. Gegen 1000 haben wir dann erschöpft aber begeistert unseren Startpunkt wieder erreicht.



Tage 06, 07: Tawamangu


In Tawangmangu haben wir im Hotel Komajaya Komatatih gewohnt (nett, aber die Moschee mit Muezzin war direkt nebenan gelegen und hat uns natürlich pünktlich zum Sonnenaufgang mit seinen langanhaltenden Gebeten geweckt).

Am Tag der Anreise sind wir zu Viert (der Rest hatte nach der nächtlichen Besteigung des Merapi gestreikt :-) ) noch zu einem sehr netten Wasserfall mit Affen gelaufen (was sich am nächsten Tag als schlaue Entscheidung erwies, da dann tagsüber die Hölle los gewesen war). Die angegeben Höhe des Wasserfalls von 80m bezweifeln wir jedoch stark, da wurde wohl ein wenig optimiert :-)

Wir sind am Morgen zum hinduistischen (Fruchtbarkeits-)Tempel Sukuh gefahren, haben dort die Reliefs und aus Stein gehauenen Figuren bestaunt und sind dann von dort aus zwei Stunden durch die Felder zurück zum Hotel gewandert. Dabei konnten wir noch einmal einen tollen Einblick in das ländliche Leben in Ost-Java/ Indonesien gewinnen.

Info: Das Hauptmonument des Tempels besteht aus einer einfachen Pyramide mit diversen Reliefs und Statuen, davon drei Schildkröten mit platten Panzern und einer männlichen Skulptur, welche ihren Penis greift. Eine riesige Phallus-Figur (1,82 m) mit vier ‚balls’ ist eine von mehreren Statuen welche in das Nationalmuseum von Indonesien gebracht wurden.



Tag 08: Vulkan Kelud


Abfahrt zum Kelud (kann auch Kelut geschrieben werden) um 0700 ab Kediri (wo wir in einem richtigen Nobelhotel untergebracht waren, welch ein Kontrast zu den Tagen vorher) bis fast auf den Gipfel. Angekündigt laut Reiseleiter Chris war eine kurze flache Wanderung (“Ihr braucht kein Wasser mitzunehmen”). In Wirklichkeit sind wir dann erst ein wenig eine Straße entlang gelaufen (diese stellte sich jedoch nicht als flach sondern als ein ständiges Auf und Ab heraus, vielleicht hätten wir uns für wenig Geld doch auf ein Moped setzen sollen :-) ) und dann quer durch das Gelände kurz aber steil bis auf den Kraterrand. Dort sind wir dann noch auf einen Aussichtspunkt geklettert (hier war dann richtiges Klettern mit Händen und Füßen an einer Felswand angesagt), von wo aus wir einen tollen Blick in den Krater mit dem sich im letzten November neu gebildeten Lavadom hatten, welcher mittlerweile den Kratersee fast komplett verdrängt/verdampft hat (ein Teilnehmer unserer Gruppe war im Vorjahr schon mit in Indonesien und kennt den Kelud noch mit Kratersee). Anschließend ging es den Kraterrand entlang (sehr schmaler Grat, links und rechts steile Abhänge) bis an den Fuß des Domes, wo es noch ganz schön dampft und auch ziemlich warm wird!



Tage 10 - 13: Ranu Pani

Info: Semeru, auch bekannt als Mahameru (Großer Berg) ist ein Stratovulkan, der mit 3676 Metern Höhe zugleich der höchste Berg der indonesischen Insel Java ist. Er hat einen Kraterdurchmesser von rund 500 Meter. Er befindet sich im östlichen Teil der Insel südöstlich von Surabaja im Bromo Tengger Semeru National Park. Er gilt als einer der schönsten, aber auch als einer der aktivsten und gefährlichsten Vulkane dieser Welt. Seit dem Jahr 1800 gab es mehr als über 50 Ausbrüche, darunter 10 größere (meistens eine Kombination aus starkem Ascheauswurf, pyroklastischen Glutwolken und anschließenden durch Niederschlag entstehenden Schlammströme). In den letzten 30 Jahren ist der Semeru nie zur Ruhe gekommen und bei normaler Tätigkeit wird ein bis zwei Mal in der Stunde Asche in den Himmel gedrückt.

Ankunft: Abfahrt war (mal wieder) um Mitternacht in Tumpang mit zwei kleinen Toyota LandCruiser Jeeps (cool) und neuen Fahrern bis zu einem Observatorium. Ankunft dort gegen 0300 mit freiem Blick auf den Vulkan Semeru. Voller Vorfreude auf die Chance nach Rotglut haben wir unsere Kameras gezückt bzw. die Stative aufgebaut, nur um den Semeru in genau diesem Augenblick in Wolken verschwinden zu sehen, Frust! Er tauchte auch bis nach Sonnenuntergang nicht mehr auf, so dass wir unverrichteter Dinge weiterfahren mussten. Es war allerdings das erste und einzige Mal, dass uns das Wetter auf unserer Reise im Stich gelassen hat!

In Ranu Pani (ein Ort ohne Handy-Empfang!), dem Ausgangspunkt der Semeru Besteigung, haben wir in einer sehr schlichten Unterkunft mit Mehrbettzimmern gewohnt. Nach der Ankunft haben wir schnell noch vor dem Mittagessen einen kurzen Spaziergang um den See gemacht, bevor dann Wolken aufzogen und es ungemütlich kalt und neblig wurde. Das haben wir jedoch gleich genutzt uns hinzulegen und etwas Schlaf für die anstehende Tage vorzuholen.

Tag 1: Abmarsch um 0700 (wir mit Tagesrucksack, das Hauptgepäck und die Zelte wurden von einheimischen Trägern getragen) zum Basislager am Semeru. Nach dem gestrigen Nebel wurden wir bereits in Ranu Pani mit bestem Sonnenschein und klarer Sicht verwöhnt! Der Aufstieg zum Basislager begann gemütlich durch streckenweise dichten Urwald, immer wieder mit tollen Blicken auf den Gipfel und regelmäßigen Eruptionen! Mittagspause (mit Nutella!) an einem See in der Sonne, dann weiterer Aufstieg bis zum Basislager auf 2.700m. Dort hieß es Zelte aufbauen und einrichten, was wir gerade noch vor Einbruch der Vollmond Nacht schafften, mit der es spontan ziemlich kalt wurde. Das schmackhafte Abendessen haben wir am wärmenden Lagerfeuer zu uns genommen, gefolgt von einem frühen Kuscheln in unsere warmen Schlafsäcke (unsere indonesischen Träger (Zelte/ Verpflegung/ Hauptgepäck) haben die komplette Nacht wach am Lagerfeuer liegend bei Unterhaltung und Gesang verbracht, Respekt!).

Map Semeru

Tag 2: Wecken war- gut geraten – um Mitternacht, wir zogen eigentlich alle Schichten an Klamotten an, die wir dabei hatten und los ging es (ohne Wind!) in Richtung Gipfel des Semeru. Die erste Passage führte steil durch Wald, die zweite Passage brachte uns dann auf vulkanischem Sand/ Geröll mit anstrengenden zwei-Schritte-vor-einem Schritt-Rhytmus den mindestens 45 Grad steilen Hang hinauf. Motiviert haben dabei die Blicke auf die vom Mond beschienene Eruptionen direkt über uns. Drei aus unserer Gruppe haben trotzdem leider aufgeben müssen, wir Rest haben uns weiter Schritt für Schritt den Gipfel hinauf gearbeitet. Diesen haben wir dann schließlich nach ca 4 1/2 Std (Chris Rekord liegt bei 1 3/4 Std!) leider nicht mehr bei Dunkelheit (also erneut die Chance auf Rotglut verpasst) aber noch kurz vor Sonnenaufgang erreicht. Und nun lagen die Eruptionen (meistens lautlos, da der Schall vom Staub geschluckt wird, nur manchmal hörten wir Blitze) genau vor uns, gewaltig, wow, unbeschreiblich, die Anstrengungen haben sich wirklich gelohnt!!! Auch auf dem Gipfel war es windstill (sehr ungewöhnlich), so dass wir in Ruhe ohne zu Frieren einige Eruptionen abwarten und genießen konnten. Irgendwann mussten wir uns dann doch von dem Anblick trennen und zurück zum Basislager absteigen. Dieser Abstieg jedoch war richtig lustig, auf der Asche hüpfend und rutschend sind wir ratzfatz den Hang hinunter gesaust. Anschließend noch durch das Waldstück, und einer der Höhepunkte der Reise war schon wieder vorbei (Ankunft 0900 Basislager).

Tag 3: Packen und mit Detlef schwätzender Abstieg nach Ranu Pani.



Tage 13, 14: Tengger Caldera und Vulkan Bromo


Nach dem Semeru Abstieg, den ich plaudernd mit Detlef recht schnell hinter mich gebracht hatte :-), hieß es Mittagspause in Ranu Pani (der Semeru war mittlerweile wieder in Wolken verschwunden, wir hatten wirklich ein riesen Glück mit dem Wetter). Anschließend stand die Fahrt (ca 1 1/2 Std) nach Cemero Lawang durch die Tengger Caldera auf dem Programm. Ich (bzw. die eine Hälfte unserer Gruppe, die Weicheier saßen im vorne drin :-) ), stand hinten auf einem offenen Jeep stehend, und es war einfach nur staubig und dreckig, aber ein Höllenspaß! (Foto folgt)

Das am Ziel eigentlich gedachte Hotel (Lava View mit Blick auf den Bromo) war dann irgendwie doch nicht für uns reserviert, so dass wir in ein anderes Hotel ausweichen mussten, war aber auch o.k.! Dort erst die Wäsche abgeben und dann konnten wir nach drei Tagen ohne Wasser und der der Sauberkeit den Rest gebenden Fahrt durch die Caldera endlich wieder unter die Dusche, ein Genuss!!!

Am nächsten Tag bzw. wohl besser Nacht ging es wie schon gewohnt zeitig aus den Federn, um 0345 war Abfahrt zu einem Aussichtspunkt über die Tengger Caldera, um dort den Sonnenaufgang bzw. die morgendlichen Lichtstimmungen zu genießen; einfach nur traumhaft, sicherlich einer der schönsten und verrücktesten Aussichtspunkte der Welt!

Nachdem dies aber wohl auch eines der Touri-Highlights von Ost-Java ist, haben wir uns unterhalb der Touri-Massen ein nettes Plätzchen gesucht und von dort aus in ziemlicher Ruhe einfach nur sprachlos staunen können!

Info: Die Tengger Hochebene (Entstehung vor über 820.000 Jahren) besteht aus mehreren überlappenden Stratovulkanen, die alle durch eine Caldera begrenzt sind. Auch der mit 3.676 Meter höchste Vulkan Javas, der Semuru steht hier. Der Vulkan Bromo ist der jüngste Krater des Tengger-Vulkan-Massivs und einer der aktivsten Vulkane auf Java. Zusammen mit dem Vulkan Batok erhebt er sich in Mitten des riesigen Kraters der Tengger. Dieser 16km weite Krater wird auch Meer aus Sand genannt, weil er in seiner Kargheit einer Mondlanschaft gleicht. Die grünen Hügel der umgebenden Hügel stehen im krassen Gegensatz zur Tengger Caldera. Gleichzeitig beheimatet die Tengger Hochebene eine ca. 40.000 Mitglieder zählende, hinduistische Gemeinde, die sich dort gegen die islamische Mehrheit der Insel behaupten konnte.

Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir vom Hotel aus direkt durch die Caldera zum Vulkan Bromo gelaufen (der „Standard-Touri“ geht direkt vom Sonnenaufgangs-Aussichtspunkt auf den Bromo, so dass wir zu der späten Uhrzeit fast alleine dort waren), dort die steile Treppe hinauf, wo wir direkt am Kraterrand standen und einen Blick in den dampfenden Krater werfen konnten. Anschließend haben wir den Krater (ca. 2.5 km) einmal auf dem schmalen Rand gemütlich umrundet, unterbrochen von einer längeren Keks-Pause Blick auf den Semeru. Eine sehr gemütliche, aber auch sehr spannende Wanderung (sogar mit kurzem Einsatz unserer Gasmasken).

Info: Der Bromo (indon. Gunung Bromo) ist ein Stratovulkan auf der indonesischen Insel Java. Der 2.329 m hohe Vulkan ist der jüngste Krater des Tengger-Vulkan-Massivs und einer der aktivsten Vulkane auf Java.

Mythologie: Nach einer Geschichte hat am Ende des 15. Jahrhunderts die Prinzessin Roro Anteng des Majapahit-Imperiums zusammen mit ihrem Ehemann Joko Seger ein eigenes Fürstentum gegründet. Sie nannten es Tengger nach den Silben ihres Namens. Das Fürstentum florierte, aber dem herrschenden Paar war es nicht möglich Nachkommen zu zeugen. So kletterten sie in ihrer Verzweiflung auf den Bromo und beteten zu den Göttern, sie mögen ihnen beistehen. Diese versprachen ihnen zu helfen, unter der Bedingung, ihr letztgeborenes Kind den Göttern zu opfern. Die beiden hatten 24 Kinder und als das 25. und letzte Kind Kesuma geboren wurde, weigerte sich Roro Anteng ihr Kind wie versprochen zu opfern. Die Götter drohten mit Feuer und Schwefel, bis sie schließlich das Kind doch opferte. Nachdem es in den Krater geworfen wurde, befahl die Stimme des Kindes den Einheimischen, jährlich eine Feier am Vulkan abzuhalten, die es auch heute noch gibt. An diesem großen Fest (Kasada) werfen die Hindus zur Besänftigung des Vulkangottes Ziegen und weitere tierische Opfer in den Krater – in diesem stehen dann halsbrecherisch einige Moslem-Jungs und fangen die Opfergaben, um diese dann mit nach Hause zu nehmen und zu verzehren (was von den Hindus geduldet wird, hier klappt das mit der Toleranz der Religionen also noch vorbildlich).



Tag 16: Kawah Ijen


In einem Mitsubishi Kleinbus ging es nach Jampit auf eine Kaffeefarm. Die Fahrt (Detlef hat sich unterwegs eine landestypische Spitzhacke samt “Reishut” gekauft) verlief wieder einmal durch traumhafte Landschaften bzw. riesige Kaffeeplantagen mit Stops an zwei Maaren. Die Kaffeefarm konnte am heutigen Sonntag jedoch nicht besichtigt werden, und auch die Unterkunft war recht dreckig und lieblos hergerichtet, die einzig wirklich unbrauchbare Unterkunft auf der gesamten Reise, war ja aber zum Glück nur für ein paar Stunden…

Einige Fahrminuten von der Farm entfernt begann unser nächtlicher Aufstieg zum Kraterrand (breiter Weg, bisschen steil) des Kawah Ijen, bei Nebel fast Regen, so dass wir schon um den brennenden Schwefel fürchteten. Es folgte ein rutschiger Abstieg in den Krater, und unser Wetterglück schaltete sich rechtzeitig wieder ein, Regen und Nebel verschwanden und gaben den Blick auf den brennenden Schwefel frei: blaue Flammen, zischende Geräusche, der Wahnsinn. Wir waren sogar gerade noch rechtzeitig vor dem ersten Tageslicht da, so dass wir die Flammen fotografieren konnten!!!

Nach wenigen Minuten wurde es dann immer heller, und wir konnten die Arbeiter bei ihrer Tätigkeit “in der Hölle” bestaunen: In die Fumerolen wurden Rohre gelegt, aus denen der Schwefel 200 – 400 Grad heiß heraus läuft, abkühlt und von den Männern mit langen Stangen aus dem Boden gebrochen (mitten in den Schwefeldämpfen stehend) und anschließend in Körbe gelegt wird. Jeder Arbeiter hat zwei dieser mit einer Stange verbundenen Körbe, welche gefüllt zusammen um die 80 kg wiegen. Diese trägt er dann (in Sandalen/ Gummistiefeln) erst einmal den Krater hinauf (sehr steil, 200 Höhenmeter) und dann hinunter (3 Kilometer) bis zu den Wiegestationen bzw. LKWs, und das zwei bis drei Mal am Tag für ca. fünf Dollar Lohn/ Tag (durch den Verkauf von Schwefelskulpturen an Touris verdienen sie sich noch etwas hinzu bzw. erhalten Zigaretten für eine Fotoerlaubnis) bei einer Lebenserwartung von 30 Jahren. Wir haben viel und lange geschaut und zugesehen, gestaunt, und waren sprachlos angesichts der Arbeitsbedingungen… Als die Sonne dann vollends in den Krater schien sind wir zurück auf den Kraterrand mit schönem Blick auf den türkisfarbenen Kratersee gelaufen.

Info: Ijen (frühere Schreibweise „Idjen“) ist der Name eines Vulkankomplexes in Besuki, dem östlichsten Bezirk der indonesischen Insel Java. Am bekanntesten in diesem riesigen Komplex, dessen Basisdurchmesser 75 km beträgt, ist der von kahlen Wänden eingeschlossene Kratersee Kawah Ijen, der von manchen Geologen und Mineralogen als „das größte Säurefaß der Erde“ bezeichnet worden ist. Mit seinem säurehaltigen türkisfarbigen Wasser und seiner heftig dampfenden Solfatare ist er ein zwar eindrucksvolles, aus Sicherheitsgründen aber nicht immer frei zugängliches Touristenziel

Der im Ijen-Krater eingebettete See Kawah Ijen ist 960 m lang, 600 m breit und bis zu 200 m tief. Seine Oberfläche beträgt 41 Hektar, sein Inhalt etwa 36 Millionen Kubikmeter. Die intensive blau-grüne Farbe des Kawah Ijen wird hervorgerufen durch seinen hohen Gehalt an Alaun, Schwefel und Gips. Der Alaungehalt wird auf über 100.000 Tonnen geschätzt.

Die Wassertemperatur des Sees unterliegt starken Schwankungen, wobei langfristig eine steigende Tendenz festgestellt worden ist. Im Oktober 2000 wurden 32° C, in den Folgejahren 35° C bis 45° C gemessen. Der bislang höchste Wert beträgt 48,1° C, gemessen am 13. Juli 2004 (Stand November 2007).

Am Südostufer des Sees befindet sich eine Solfatare, die mit 190° bis 210° C heißen Fumarolen die bedeutendste Schwefelansammlung Indonesiens mit bis zu 8 Meter dicken Schwefelbänken abgelagert hat. Der Schwefel tritt als heftig dampfende zähflüssige orange- bis rotfarbige Masse zutage, die sich erst nach Abkühlung in ein leuchtendes Gelb verwandelt. Gelegentlich entzündet sich der austretende Schwefel von selbst und fließt als hellblau brennender Strom in den See, dessen Leuchtkraft insbesondere im Dunkel der Nacht ein mystisch anmutendes Schauspiel bietet. Arbeiter aus der lokalen Bevölkerung brechen den Schwefel ab und bringen ihn in Bambuskörben über den 200 m höher liegenden Kraterrand zu Tal.



Tage 17 - 19: Bali mit Vulkan Batur


Heute ging es nach Bali, erst eine kurze Fahrt mit der Fähre (wahrscheinlich die gefährlichste Aktion unserer ganzen Reise :-) ), dann im Kleinbus (in dem wir zuerst keine Fenster öffnen durften, weil das per Gesetz von der Polizei in Bali verboten sei, was für ein Quatsch – ist aber halt ein echtes Touriziel, auf Ost-Java werden Touristen von der Polizei sehr höflich behandelt, auf Bali wie wohl fast überall auf der Welt abgezockt) über die nördliche Route durch wie immer tolle Landschaften (Nelken, Kakao…) nach Kuta, einer schreckliche Touristadt (auch bekannt dadurch, daß islamische Extremisten in 2002 eine Diskothek in die Luft gesprengt haben und dabei über 200 Menschen getötet wurden)Das Hotel ist aber sehr nett, hat eine große grüne Anlage und ist ganz erträglich, und das auch noch im Herzen von Kuta gelegen.

Lustige Geschichte am Rande: in der zweiten Nacht hatte Detlef eine Ratte im Zimmer und diese mit seiner neulich gekauften Hacke gejagt und erlegt, leider gibt es dazu kein Foto :-)

Letzer Tag, eine letzte Wanderung, und zwar auf den Vulkan Batur (ohne Matthias und Martina, die sich einen Strandtag gegönnt haben) über Lava Felder, durch Wald, steile Asche-Anstiege, felsige Passagen, ein Querschnitt aller bisherigen Vulkan-Aufstiege, jedoch recht harmlos und ein netter “Auslauf” (und wieder mit Wetterglück, Sonne, aber nicht zu heiß). Am Ende des Abstiegs wurden wir von sehr böse drein schauenden indonesischen “Möchtegern”-Guides empfangen, die ziemlich sauer darüber waren, dass wir es gewagt hatten, ohne Führer auf den Batur zu gehen. Hat uns aber nicht beeindruckt, wir haben lieber einen Kaffee in einem urigen Shop genossen, bevor es wieder zurück nach Kuta ging (wo wir unterwegs wegen keine Ahnung angehalten wurden und einen Strafzettel bezahlen mussten).

Tja, und das war dann auch schon die letzte Vulkanbesteigung bzw. der letzte Tag eines sensationellen Urlaubes, an dieser Stelle ein riesiger Dank an die tolle Gruppe und unseren Reiseleiter Chris (VEI) !!!

Info: Der Gunung Batur ist ein ca. 1.171m hoher Vulkan in Nord-Bali. Der Krater des “alten” Batur entstand bei einem Ausbruch vor etwa 29.000 Jahren. Heute beheimatet der 14km breite Vulkankrater einen halbmondförmigen See und den “jungen” Batur-Vulkan. Im Südosten ragt der Gunung Abang (indon. = älterer Bruder) 2.153m empor. Der Abang ist die höchste Erhebung des Batur-Massivs. Der letzte dokumentierte Ausbruch des Vulkans war im Jahr 2000.