Mai’s Weltführer Nr. 12, Indonesien (1969 oder früher):

„Unter den Bergen Ost-Javas, die bis über 3.000m ansteigen, ist der Bromo (2.614m) am bekanntesten. Frühmorgens um drei Uhr wird man mitleidslos geweckt. Man überlegt, ob man sich angesichts des ungewohnten kalten Wassers rasieren soll, schüttet eine Tassen heissen Tess hinunter, fährt noch ein kleines Stück mit dem Auto und besteigt dann ein um diese Zeit ebenfalls müde gestimmtes Pony. Leise murrend und maulend über die Idee einer tropischen Bergbesteigung kurz nach Mitternacht reitet man bergauf. Bei Sonnen-Aufgang, d.h. ziemlich genau 6 Uhr, hält das brave Reittier programmgemäß an der Stelle, von der aus sich ein herrlicher Blick auf das kilometerweite Sandmeer des Bromo bietet. Nun wieder mit sich und den Göttern Javas versöhnt, wagt man einen leichten Trab über das Sandmeer zum Fuss des Kraterkegels. Die letzten hundert Meter der Reise klettert man dann mühelos, wenn auch schnaufend, zur Höhe und schaut in das urweltliche Brausen und Kochen des Vulkans. Ein paar einheimische Führer sind noch früher aufgestanden und begeben sich in gewagter Kletterei ein Stück in den Höllenschlund hinein, damit der geehrte Tourist „gefährliche“ Fotos schiessen kann. Das ist der Gästedienst am Bromo.“

Den Bericht meiner 2008er Indonesien Tour findet Ihr hier.