Tagebuch


19.02. Flug nach Panama, dort von Iberia versetzt und auf den nächsten Morgen umgebucht worden. Also eine Nacht im Hotel in Panama verbracht (dafür immerhin einen Stempel im Reisepass erhalten).
20.02. Ankunft 11:00 Uhr Guatemala, Abholung durch die Gruppe und Fahrt direkt zum Vulkan Pacaya. Aufstieg (unterbrochen durch Regenschauer) zu einem heißen Loch, aber leider ansonsten absolute Inaktivität des Vulkanes, schade. Zum Detailbericht Pacaya
21.02. 03:30 Start zum Gipfel Aufstieg, viel Nebel, Weg gesucht, im Tageslicht endlich Gipfel erreicht, jedoch nur für Sekunden Sicht auf die Nachbarvulkane Agua, Fuego und Acatenango. Abstieg und gemütlicher Nachmittag (Kirchen, Markt, Busbahnhof, Kaffee…) in der Stadt Antigua.
22.02. Aufstieg traumhafter Weg auf den Vulkan Acatenango, nach ca. 5 Stunden und 1.300 Höhenmetern Erreichen des Basislagers mit direktem Blick auf den regelmäßig ausbrechenden Vulkan Fuego. Nächtliche Fotosession. Zum Detailbericht Fuego
23.02. Steiler Aufstieg um 04:00 Uhr auf den Gipfel (3.976m) des Vulkanes Acatenango, Aktivität Fuego leider recht wenig. Staubiger Abstieg und weiterer netter Nachmittag in der Stadt Antigua. Zum Detailbericht Antigua
24.02. Ausflug mit Detlef an unserem Reservetag an den Atitlan See, dort mit dem Boot die drei Orte San Pedro, Santiago und San Antonio angesteuert, eine Kaffeefabrik besichtigt, Märkte erkundet, farbenfrohe Kleider bewundert und etwas geshoppt. Zum Detailbericht Atitlan
25.02. Vormittag in Antigua, gegen Mittag zum Flughafen und via San Salvador nach Madrid geflogen, praktischerweise in der Reihe an den Notausgängen.
26.02. Um 18:50 Uhr Ankunft in Frankfurt und freudiges Wiedersehen mit der Familie!

Tag 01, 02: Vulkan Pacaya


Nach Ankunft erst am heutigen Morgen (Iberia hatte mich eine Nacht in Panama fest gesetzt) direkt am Flughafen Treffen mit der ganzen Gruppe und los ging es im Minibus direkt zum Vulkan Pacaya. Eintritt (Nationalpark seit 2000) zahlen am bewaffneten Wachposten, Umziehen und –packen im Minibus, lecker Pollo mit Reis im typischen einfachen Restaurant im Dorf Montufar, Flasche Cola und ab ging es mit unserem Guide Leonel (dessen Vater mit 76 Jahren auch immer noch täglich Touristen auf den Vulkan führt) in Richtung angeblich rot glühendes Hornito (die vom Reisebüro unserem Reiseleiter Chris versprochenen Lavaflüsse gibt es natürlich doch nicht).

Netter entspannter Weg durch Wald, kurz nach Ende der Baumgrenze auf dem Anstieg zum Gipfel dann ein heftiger Schauer mit Hagel, Entscheidung Warten in Schutzhütten und Verschiebung Gipfel auf den frühen Morgen. Nach Ende des Regens sind wir dann (zusammen mit vielen anderen, teilweise auf Pferden reitenden, Touristen) zum angekündigten Hornito gelaufen. Vorgefunden haben wir ein kleines Loch mit austretenden heißen Dämpfen und eine extrem heiße „Sauna“ Grotte. Gegen 18:00 Uhr waren dann alle Touris weg und die Nacht brach herein, nur der Hornito/ Loch glühte nicht – das erste Mal komplette Inaktivität (außer Gasaustritt am Gipfel) am Pacaya seit langer Zeit, sehr schade! Abendessen mit Käse-Gurken-Tunfisch-Brötchen, Blicke zum immer wieder ausbrechenden Fuego in der Ferne und frühes Schlafen legen (direkt auf den Boden) rund um das warme Loch, immerhin bestand keine Gefahr, in der Nacht zu frieren.

Um 03:30 Uhr wecken, Abmarsch in Richtung Gipfel. Jedoch immer dichterer Nebel, so dass die Aufstiegsroute nicht zu finden war. Also Pause und Warten auf das Tageslicht, dann endlich der finale Aufstieg, jedoch weiterhin im Nebel und nur mit der Hälfte der Gruppe, die andere Hälfte streikte. Es waren allerdings nur wenige (bis zu 41% Steigung) keine 100 Höhenmeter zu bewältigen und der Gipfel (ca. 2.500m) war erreicht. Und immerhin hob sich der Nebel für wenige Sekunden, so dass wir für kurze Zeit einen Blick auf die Gipfel der Vulkane Agua, Acatenango und Fuego im Morgenlich erhaschen konnten.

Gemeinsamer Abstieg wieder in die Sonne hinein, lecker Frühstück mit Ei und schwarze Bohnenpaste und Fahrt zu unserem Hotel in Antigua. Zurück zum Tagebuch



Tag 03, 04: Vulkan Fuego


Frühstück mit Tostada, Extrabrötchen und Nutella!!! von Chris. Gestärkt anschließend per Minibus nach Almendro, wo wir unseren Guide und Begleitschutz (in der Gegend kommt es häufig zu Überfällen auf Touristen, um diesen vorzubeugen, haben wir knapp 1.000 USD „Gebühr“ an die ortsansässigen Banditen bezahlt) getroffen und steilen Aufstieg zu unserem Basislager auf dem Vulkan Acatenango begonnen haben, Ziel freier Blick auf den zur Zeit sehr aktiven Nachbarvulkan Fuego.

Erst nett durch Felder, dann Wald, ein wirklich traumhafter Weg und bei dem entspannten Tempo 🙂 perfekt zu genießen (nachdem uns die nervige Franzosen Rentner Gruppe endlich überholt hatte). Nach drei Stunden und 1.100 Höhenmetern (auf 3.400m) gemütliche Pause in der Sonne, anschließend dann nur noch 200 Höhenmeter einmal halb rund um den Acatenango zu unserem Basislager mit perfektem Blick (Luftlinie ca. 3 km) auf den (uns zur Begrüßung gleich einmal laut explodierenden) Vulkan Fuego.

Entspanntes Einrichten, Stativ und Kamera aufbauen, unsere Begleitung mit ihren Macheten zwei noch störende Bäume fällen lassen und die Fotosession konnte beginnen. Glücklicherweise verzogen sich die Wolken immer mehr und ab der blauen Stunde wurden wir mit Eruptionen verwöhnt. Es ist immer wieder der Wahnsinn: gespanntes Schauen auf den Gipfel, das plötzliche orange-rote Leuchten, fliegende Lavabrocken, die Explosion, der Farbkontrast zum dunklen Himmel, die leuchtenden Sterne, immer wieder Sternschnuppen, unbeschreiblich…

Nach einem kurzen Schlaf (in voller Montur im Schlafsack mit immer wieder wachen Eruptionsguckphasen) um 04:00 Uhr Start Aufstieg (begleitet von heftiger Fuego Eruption) zum Gipfel, steil (42 Grad), rutschiges Geröll, ziemliche Schulterschmerzen wg. meinem (wie ich schlauerweise erst hinterher gelernt für dieses Gewicht nicht ausgelegten) Rucksack, nach 1 ½ Stunden war es dann aber geschafft und wir (halbe Gruppe) standen auf dem Gipfel des Acatenango auf 3.976m, pünktlich zur blauen Stunde. Guten Fotoplatz suchen und warten, leider mit bescheidenem Erfolg, wirklich große Eruptionen waren nicht mehr zu sehen, entschädigt wurden wir durch den Sonnenaufgang und die damit einhergehende steigende Wärme.

Also (staubiger) Abstieg, teilweise plaudernd mit unserem Guide, in 2 1/2 Stunden, ziemlich direkt 🙂 bis nach Almendro, wo uns schon der Rest der Gruppe erwartet hat, der sich den Gipfelaufstieg hat entgehen lassen. Zurück zum Tagebuch



Tag 05: Atitlan See


Wikipedia: Der See liegt in einem Krater (Caldera), der durch die Explosion eines sehr großen Vulkans entstand. Im Laufe der Zeit ist der Wasserspiegel des Sees angestiegen, da das Tal keinen natürlichen Abfluss hat. Er hat eine Fläche von 126 km², ist von Ost nach West ca. 18 km lang und liegt ca. 1560 Meter über dem Meeresspiegel.

Trip: Abholung um 05:00 Uhr durch unseren Fahrer Eric und Fahrt mit Detlef an unserem Reservetag zum Atitlan See, den er mangels späterer Anreise auch verpasst hat. Dank unserem Rennfahrer und freier Straße waren wir kurz vor 07:00 Uhr an einem schönen Aussichtspunkt mit perfektem Blick auf den morgendlichen, wolkenfreien Atitlan See mit seinen drei Vulkanen Toliman, Atitlan und San Pedro.

Dort gemütlich Brötchen mit schwarzer Bohnenpaste (am Motor erhitzt) und tollem Blick genossen, während uns Eric eine private Bootstour organisiert hat. Um 08:00 Uhr Fahrt in den Ort Panajachel, von wo (nach einem schnellen Espresso) uns unser Boot (Bootsführer war witzigerweise der Guide der Franzosen, die mit uns auf dem Acatenango waren, die Welt ist einfach klein) zuerst in den Ort San Pedro gebracht hat, einfach nur launig die Bootsfahrt in der Sonne!

In San Pedro sind wir erst etwas durch den Ort geschlendert, haben Kindergartenkindern beim Sport zugeschaut, sind über den kleinen Markt gelaufen und haben uns dann für eine Tour zur Kaffeefabrik entschieden. Unser Tuk Tuk Fahrer Roberto war so eine schleimige Backe, die uns dann für das Warten bei der Plantage (Alternative er fährt weg und holt uns wieder ab) extra 20 Quetzal abknöpfen wollte, sich dann nach Absage nicht entscheiden konnte, ob er nun fährt oder doch bleibt und uns mehrfach auf seinen armen Lohn hingewiesen hat, naja, immerhin hat er uns brav gefahren. Die fast eine Stunde dauernde Tour war sehr interessant, nur der angebotene Kaffee am Ende schmeckte gar nicht, zu schwach geröstet und mit zu viel Wasser gekocht.

Danach Weiterfahrt mit dem Boot nach Santiago (hier ist sehr gut zu sehen, dass der See nach den Stürmen/ Regenfällen im Januar um ca. 3 Meter höher liegt als sonst), Kathedrale und Markt besichtigen, eine frische Mango (kein Vergleich mit den hier angebotenen Früchten) genossen und die farbenfrohen Kleider der Frauen bzw. farbenfrohen Stoffe bestaunt. Nach langem Feilschen habe ich mir sogar ein Tuch mit Maya Motiven für 260 anstatt 450 Quetzal gekauft, sehr nett. Danach Cola und Nüsschen in der Sonne und Weiterfahrt nach San Antonio.

San Antonio, klein, viel zerstört und im Wiederaufbau bei den letzten Stürmen, alle Frauen in blaue Kleider gehüllt, fürs Foto wollen sie Geld und für ein Quetzal drei Tücher verscherbeln, wir waren nur kurz auf der Insel und haben uns dann zurück nach Panajachel bringen lassen. Kaffee, noch ein Kaffee, Sonnenuntergang hinter Wolken, dann sogar etwas Regen, also Entscheidung: Heimfahrt nach Antigua. Zurück zum Tagebuch



Tag 02, 04: Kolonialstadt Antigua


Wikipedia:  La Antigua Guatemala (dt. „Alt-Guatemala“; Kurzform: Antigua) ist eine etwa 35.000 Einwohner zählende Kleinstadt im zentralen Hochland Guatemalas. Sie war von 1543 bis 1773 die Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika. Die für ihre barocke Kolonialarchitektur bekannte Stadt gehört seit 1979 zum Weltkulturerbe. Sie ist heute eine der touristischen Hauptattraktionen Guatemalas. Die Stadt weist ein schönes koloniales Stadtbild auf und verfügt über zahlreiche Hotels, Restaurants, Geschäfte und Sprachschulen. Ein kultureller Höhepunkt in Antigua Guatemala sind die prachtvollen Prozessionen in der Osterwoche (Semana Santa). Eine weitere Attraktion sind die in Sichtweite gelegenen Vulkane Agua, Acatenango und der noch aktive Fuego.

Trip: Nach der Rückkehr vom Pacaya sind wir zurück in unseres Hotel in Antigua. Knuffige Stadt, knuffiges Hotel mit schönem Innenhof, jedoch alle Zimmer ohne Fenster, aber trotzdem angenehm. Am Nachmittag bin ich mit Detlef durch (das sehr sichere, viele Touristen tragen sogar entspannt eine große Kamera sichtbar um den Hals) Antigua (ca. 35.000 Einwohner) gebummelt, alter Waschplatz, viele bei einem Erdbeben 1773 zerstörte und nicht wieder aufgebaute Kirchen, bunte kleine Häuschen und Läden, koloniales Stadtbild, Plaza Central, Busbahnhof, großer Markt, Fußballspiel und ein extrem leckerer verzierter Latte Mocca im Cafe Barrista.

Nach der Rückkehr vom Acatenango/ Fuego habe ich den Nachmittag wieder gemütlich mit Detlef in Antigua verbracht, lecker Fisch zu Mittag, Post, viele Käffchen, Supermarkt, Laden mit guatemalischer Schokolade entdeckt (schmeckt sogar 🙂 ), Kaffee mit Schoki auf Plaza Central, Bäckerei und Frühstück für den nächsten Tag kaufen und ab 18:00 Uhr Abendessen mit der ganzen Truppe.

Letztes gemeinsames Frühstück, mit Detlef noch etwas durch Antigua gebummelt, natürlich Kaffee trinken (tolles neues Kaffee mit lecker selbst gemachter Schokolade entdeckt, Cafe Fernandes), Shopping und Sonne tanken, bevor wir nach einem kurzen Mittagessen nach Guatemala City zum Flughafen fahren mussten. Zurück zum Tagebuch