Tagebuch


 

14.11. Langer Anflug (zwei Flüge, der zweite Flug über fünf Stunden ohne Essen, amerikanische Fluglinie eben), spät Abends Landung in Honolulu, Burger und Hotelbett, der längste 14.11. meines Lebens 🙂
15.11. Rundfahrt Honolulu, Diamond Head, Autopanne, Kokohead, Hanauma Bay Strand, botanischer Garten. Zum Detailbericht Honululu
16.11. Flug nach Maui, sehr stilvoll eingerichtete Unterkunft, kurzer Ausflug bei Regen in den Urwald.
17.11. Sonnenaufgang bzw. Nebelschwaden auf dem Gipfel des Haleakala (über 3.000m hoch), erneuter Besuch des Gipfels bei Sonnenschein, zwei kurze Wanderung durch dichten Urwald zu Wasserfällen, sehr abwechslungsreicher Tag. Zum Detailbericht Maui
18.11. Unser früher Flug nach Big Island ist ausgefallen, viele Stunden der Warterei am Flughafen bis wir am Nachmittag endlich die Insel wechseln konnten, Fahrt über einen Teil der Ironmen-Strecke und am Mauna Kea vorbei zu unserer Unterkunft in Hilo auf der anderen Seite der Insel.
19.11. Heliflug über ein großes Gebiet des Kilauea, am Puu Oo vorbei, Skyhole entdeckt, Ocean Entry, geile Sache! Anschließend Akaka Falls, Rainbow Falls und zum Sonnenuntergang zu dem offiziellen Ocean Entry View Point – na, da kommen wir aber doch wohl noch etwas näher ran 🙂 Zum Detailbericht Heliflug und Wasserfälle
20.11. Um 0300 zum Ocean Entry, direkt an die Lava/ den Ocean Entry ran, Wahnsinn, der Kampf zwischen den Gewalten, Feuer und Wasser, das Gefühl, direkt an einer Masse aus den Tiefen der Erde zu stehen ist unbeschreiblich. Tagsüber dann auf den Mauna Kea (4.200m) und bei tollem Wetter eine nette Runde gelaufen. Zum Detailbericht Mauna Kea
21.11. Zweiter nächtlicher Besuch des Ocean Entries (das könnte ich jede Nacht machen 🙂 ). Anschließend zum Nationalpark des Kilauea gefahren und ins Volcano House eingezogen. Sulfur Banks, Halemaumau Krater anschauen bzw. diesen rot glühend bei Dämmerung vom Jagger Museum aus fotografieren. Zum Detailbericht Ocean Entry
22.11. Schlafen 2130 bis 2300, dann die ganze Nacht mit Chris und Detlef Skyhole suchen und finden gegangen, der Anblick und das Geräusch der schnell unter einem fließenden Lava bei gleichzeitigem Blick auf die Milchstraße, Hammer!!! Rückkehr gegen 1100 und sofortiger Abmarsch mit dem Rest der Gruppe zum Iki Krater. Abends wieder ‚glühende’ Fotos, nach dem Abendessen aber dann direkt eingeschlafen, eigentlich noch bevor ich wirklich richtig auf der Matratze gelegen habe 🙂 Zum Detailbericht Skyhole
23.11. Erster Versuch Halemaumau bei Nacht, Abbruch wegen Regen. Tagsüber nette Wanderung über Lava und durch Urwald zu einem kleinen Plätzchen mit tollem Blick auf den dampfenden Puu Oo Krater. Abends mit Detlef zum obligatorischen ‚Glühen schauen’ gelaufen, Abendessen und Heia.
24.11. Zweiter Versuch Halemaumau, diesmal kamen wir nah dran, mussten uns dann aber (gegen 0500) wegen herannahender Ranger zurück ziehen, hm. Tagsüber eine Tour (mit dem Auto) mit vielen kleinen Stops (Krater, Steinzeichnungen, versteinerte Bäume…) bis zur Küste. Und am Abend, na, wer kommt drauf… richtig! Ich bin mit Detlef zum Jagger Museum gelaufen, glühenden Halemaumau schauen 🙂 Und anschließend, dritte Versuch Halemaumau. Diesmal haben sich Chris, Detlef und ich direkt nach dem Abendessen durch den Krater angeschlichen, Lampen aus, Mond an. Und alle guten Dinge sind drei, geschafft! Nach knapp einer Stunde standen wir am Rand des Halemaumau mit direktem Blick auf den glühenden Dampf, wow!, ein weiterer sensationeller Ausflug, schwer zu Toppen!!! Zum Detailbericht Halemaumau
25.11. Abschied Kilauea, Fahrt (mit Stop am Strand und Meeresschildkröte) zum Flughafen, Shopping, Pizza Hut und rein in den Flieger gen Heimat. Zum Detailbericht Big Island



Tag 01: Honululu

 


Ankunft am 14.11. nach zwei langen Flügen (amerikanische Airlines sind einfach erbärmlich, auf dem 5 Stunden Flug von San Francisco nach Honululu wurde kein Essen serviert!!!) Ankunft spät abends mit 11 Stunden Zeitverschiebung auf dem Flughafen in Honululu. Haben unseren reservierten Van bei Alamo abgeholt, das Gepäck und uns eingeladen und sind nach Waikiki, Honululu gefahren. Dort haben wir standeslandesgemäß einen Burger verdrückt und haben gegen Mitternacht im Hotel eingecheckt. Mein Zimmer lag im 11ten Stock (vom Balkon hatte ich einen netten Blick auf die City), und nach ein wenig Auspacken bin ich – nach dem längsten 14.11. meines Lebens – zackig eingeschlafen.

Am nächsten Morgen haben wir erst einmal Jörg begrüßt, der schon ein paar Stunden vor uns eingetroffen war, und sind dann gemeinsam ab zum Pancake-Frühstück in einem kleinen Restaurant ein paar Straßen entfernt. Anschließend haben wir dem – warum auch immer – sehr berühmten Waikiki-Strand einen Pflichtbesuch abgestattet (ziemlich klein und unspekatakulär), bevor wir zu unserem ersten Vulkan aufgebrochen sind. Nach einer kurzen Fahrt haben wir im Krater des Vulkanes Diamond Head (ein echter Drive-In Vulkan) geparkt und sind (begleitet von schwergewichtigen, schnaufenden sowie durchtrainierten Personen mit nackten verschwitzten Oberkörpern) die paar Höhenmeter durch steppenähnliche Vegetation (und einen kurzen Tunnel) auf den Aussichtspunkt am Krater gelaufen, von wo wir einen netten Blick über den Krater, den Pazifik und Honululu hatten. Anschließend der Abstieg und Weiterfahrt zu einem View Point Parkplatz mit Blick auf den Koko Head. Auf dem Programm stand dann eigentlich der Besuch des Hanauma Bay Strandes, wobei Detlef und ich (und Reiseleiter Chris eigentlich auch 🙂 ) doch so gerne einen kurzen Abstecher auf den Koko Head gemacht hätten. Doch da trat unser Reisegott auf den Plan, welcher freundlicherweise unseren Van nicht mehr anspringen ließ, oje oje wie schlimm 🙂 Während sich der arme Chris mit Callcentern in den USA (Hawaii, wo ist das) herumplagen musste und der Rest der Gruppe zum geplanten Strand gelaufen ist, sind Det und ich begeistert in Richtung Vulkan losgezogen. Erst ein wenig querfeldein, dann schnurgerade eine steile Bohlentreppe (der Abstand der Bohlen doch eher für sehr große Personen geeignet) mit bis zu 50 Grad Steigung hinauf direkt bis auf den Kraterrand, das waren wirklich knackige 25 Minuten 🙂 Oben angekommen haben wir erst einmal verschnauft, fotografiert und gemütlich die Aussicht genossen, bevor wir den von uns beiden verhassten Abstieg in dann 11 Minuten hinter uns gebracht haben, welch ein Spaß!

Anschließend haben wir den Rest der Gruppe am Strand getroffen (o.k., zuerst mussten wir unseren Zugangsslot abwarten, ein Sandwich verzehren und einen dämlichen Film über die Gefahren im Riff anschauen. Anschließend haben wir eine Runde über die Insel gedreht inkl. einer Besichtigung des botanischen Garten im Krater des Koko Head.




Tag 02, 03: Maui mit Haleakala

 


Sind nach einem kurzen Flug (in der vorletzten Reihe direkt nebem dem Triebwerk) gegen Mittag auf Maui gelandet, haben den obligatorischen Bustransfer zu Alamo genossen, dort den nächsten Van gemietet und sind erst einmal zu einem Burgerladen zum Lunch gefahren. Anschließend kurzer Shop-Stop und ab ging es zu unserer Unterkunft, total urig, jedes Zimmer anders sehr stilvoll eingerichtet, mit Esszimmer, Porch und sehr netter Landlady. Da aus welchem Grund auch immer nicht genug Zimmer bzw. Zimmer mit separaten Betten für uns zur Verfügung standen, musste erst noch eine Ersatzunterkunft für Detlef und Jörg aufgetrieben werden, was sich einfacher gestaltete, als diese dann auch mit dem Auto zu finden 🙂

Nach erfolgreichem Abschluss dieser Mission sind wir noch bei ekligem regnerischem Wetter zu einem botanischen Garten mitten im Urwald gefahren (mit Blick auf die Tao Needle), wo wir aufgrund der hereinbrechenden Dunkelheit jedoch nur 15 Minuten Aufenthalt hatten. Diese haben sich aber aufgrund der tollen Nebelatmosphäre, lustigen Fröschen und einem netten Flüsschen trotzdem vollends gelohnt! Nach einer leckeren Pizza im Fleadbread-House ging es dann zeitig in die Falle.

Nach einer recht kurzen Nacht sind wir um 0400 zum Gipfel des Vulkanes Haleakala aufgebrochen (auf der einen Seite unserer Unterkunft hat es geregnet, auf der anderen Seite war der Sternenhimmel zu sehen, wie das?), auf dem es aber leider völlig vernebelt gewesen war. Wir haben also im Auto bei Keksen auf besseres Wetter und das Tageslicht gewartet und hatten tatsächlich Glück! Wir konnten trockenen Fusses zum Calderarand laufen und ein paar Fotos machen, wobei die Caldera allerdings völlig in Wolken lag und auch die Sonne nur zu erahnen war. Also – guter Plan – erst einmal ab zurück zur Unterkunft, um gemütlich bei hausgemachter Marmelade und Erdnussbutter zu frühstücken!

Mit vollen Bäuchen und der notwendigen Dosis Kaffee (Detlef 🙂 ) sind wir dann wieder auf den Gipfel des Haleakala gefahren, jetzt bei strahlendem Sommenschein und blauem Himmel. Auch die Caldera lag nun fast wolkenfrei vor uns, ein traumhafter Anblick, wie aus einer anderen Welt bzw. auf einem fremden Planeten. Haben noch eine Runde auf dem Gipfel gedreht, Mauna Kea und Loa in der Ferne erspäht, und sind dann in Etappen (Stop hier, Stop da, Trail hier, Trail da) einer verdienten Snack-Pause entgegen gefahren.

Anschließend sind wir eine sehr kurvenreiche und enge Straße mitten durch den Urwald gefahren, welch Kontrastprogramm, wieder völlig unglaublich und so fernab der Heimat. Haben uns dann auch ein kurzes Stück in den Wald geschlagen, durch Bambus geschlängelt, dichtes Grün durchdrungen, tiefe Gräben überquert, um den avisierten Wasserfall dann doch nicht zu erreichen 🙂 Nachdem wir erfolgreich unser Auto wieder gefunden hatten, ging es ein Stück weiter bis zu einem weiteren Wasserfall, diesmal direkt an der Straße gelegen und somit für uns erreichbar. Kurzer Fotostop, dann Rückfahrt bis zu einem abendlichen Stop am Strand, Surfer schauen, Regenbogen suchen und finden und die Stimmung genießen. Den Abend ausklingen lassen haben wir diesen abwechslungsreichen Tag dann in einem mexikanischen Restaurant mit hausgemachter scharfer Sauce, very hot!




Tag 05: Heliflug und Wasserfälle

 


0700 Frühstückt, bewölkt, also noch warten mit dem Heliflug, Plan Wasserfälle und Mauna Kea. Kurz vor Abfahrt noch mit Brigitte und Luz Clara telefoniert als Chris plötzlich hektisch klopft: Beeilung, Wetter am Kilauea sieht doch gut, wir machen unseren Heliflug JETZT! Also spontanes Ende Telefonat und Aufbruch zum Flughafen. Flug buchen und die erste Gruppe mit Martina, Jörg, Wolfgang und Christian konnte schon starten. Wir wollten den Start fotografieren/ filmen, als wir von einem und heftigen Regenschauer abrupt daran gehindert wurden. Haben uns dann die Zeit mit Schwätzen und Schauen vertrieben, bis wir nach knapp 50 Minuten endlich einsteigen durften, schön der Reihe nach und aufgerufen, damit keiner aus Versehen in den hinteren, aufgrund der Drehgeschwindigkeit nicht sichtbaren, Rotor geraten konnte, nicht die schlechteste Idee 🙂 Kaum eingestiegen, ging es auch schon los, ein Traum, Heli fliegen ist einfach immer wieder der Hit!!!

Zuerst ging es über bewohnte Gebiete bis wir dann die Lavafelder des Kilauea erreichten, hier und da ein wenig Rotglut zu sehen, dampfende Flächen, wow. Erster Ziel war auf Wunsch von Chris der Krater Puu Oo, der allerdings aktuell so stark dampft, dass kein Blick in den Krater möglich gewesen ist.

Nächstes Ziel war der Ocean Entry, auf dem Flug dorthin lag allerdings noch ein großes Skyhole auf dem Weg, wow! Dieses haben wir dann einmal umrundet – und uns sogleich mit dem Skyhole-Virus infiziert (siehe separater Eintrag). Anschließend haben wir dann auch wenig später den Ocean Entry erreicht, an dem wir gleich zwei Mal entlang geflogen sind, welch Dampf und überall rote Lava zu sehen, da steigt die Vorfreude auf den anstehenden nächtlichen Besuch!

Doch erst einmal ging es wieder zurück Richtung Hilo, kurzer Flug über Hilo, Überflug der Rainbow Falls und zurück zum Flughafen – schade, schade, schon wieder Landen müssen 🙂

Nachdem wir die Rainbow Falls eben noch überflogen hatten, haben wir diese direkt im Anschluss aus nächster Nähe besichtigt.

Ein bisschen schauen, fotografieren und weiter ging es per Auto, mit einem kurzen Stop an der Küste, zu den Rainbow Falls. Hier gab es einen kleinen netten Rundweg durch den Urwald zu durchlaufen, vorbei an vielen unterschiedlichen Pflanzen und Farben. Gemütliche Fotopause an den Fällen, Rückweg zum Auto und Heimfahrt zur Nahrungsaufnahme.




Tag 06: Mauna Kea

 


Nach den tollen Erlebnissen in der heutigen Nacht am Meer, haben wir den Tag dazu genutzt, uns auf 4.200m Höhe zu begeben. Sind, wie immer auf der Rückbank etwas beengt :-), von Hilo aus bis kurz vor den Gipfel des Mauna Kea gefahren. Und wieder meinte der Wettergott es gut mit uns, die Wolken lagen unter uns, über uns der blaue Himmel und strahlende Sonne, so dass es auf der Höhe (trotz der vorhandenen Schneereste) erstaunlich warm war.

Haben eine gemütliche Runde bis auf den Gipfel gedreht, Chris Glücksbringer fotografiert, die Observatorien leider nicht besichtigen können, dafür aber die (wieder einmal) ziemlich ab gedrehte Landschaft mit ihren Kraterkegeln bewundert. Nach einem weiteren Abstecher zu einem kleinen Kratersee und einem letzten Blick auf den gegenüber liegenden Gipfel des Mauna Loa nahmen wir Abschied von der Höhe und sind zurück nach Hilo gefahren.




Tag 06, 07: Ocean Entry

 


Der Ocean Entry war eines der (vielen) Highlights dieser Reise. Insgesamt stand er vier Mal auf unserem Programm!

Das erste Mal haben wir uns ihm aus der Luft genähert (siehe dazu den Abschnitt Skyhole).

Das zweite Mal war eine erste Annäherung per Fuß, allerdings mit einiger Entfernung von dem offiziellen View Point aus. Dieses Schauspiel ist mittlweile zu einem ziemlichen Happening ‚verkommen’, es strömten schon fast Massen zu dem Aussichtspunkt. Nichtsdestotrotz war der Anblick der (winzig auszumachenden) ins Meer fließenden Lava und der gigantischen Wasserdampfschwaden bei fantastischer Sonnenuntergangsstimmung ein beeindruckender Anblick! Erst nachdem die Sonne längst am Horizont verschwunden war, haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht, in großer Vorfreude auf die anstehende Nacht.

Um 0300, nur wenige Stunden später, standen wir wieder auf dem Parkplatz, diesmal jedoch ganz alleine und ohne einen Ranger weit und breit. In einiger Entfernung ist schon der orange leuchtende Dampf zu sehen, und die Spannung steigt ins Unermessliche. Nach wenigen Metern sind auch immer mehr leuchtende Punkte zu sehen, Oberflächenlava. Und dann, wow!!!, stehen wir direkt davor, so nah wie es die Hitze zulässt, und ganz schön Respekt einflößend, aber einfach nur wow, wow, wow!!! Nach einigen Fotos sind wir dann zum Ocean Entry gelaufen, haben dem beeindruckenden Schauspiel zugesehen (ich könnte da glaube ich Tage lang sitzen und staunen) und auf die einsetzende Morgendämmerung gewartet. Dann natürlich viel fotografiert während der blauen Stunde und den Ocean Entry in den permanenten Licht Veränderungen genossen. Als es dann ganz hell war, hat Chris sogar eine Stelle entdeckt, an der wir runter bis direkt ans Meer und die ins Meer fließende Lava konnten, der reine Wahnsinn! Irgendwann mussten wir uns dann doch trennen und wieder Richtung Parkplatz laufen, nicht aber ohne einen weiteren Stop an der Oberflächenlava. Hitze, Knistern, wieder ein sehr intensives Erlebnis.

In der darauffolgenden Nacht sind wir natürlich gleich noch einmal früh, also sehr früh morgens raus, um uns erneut an dem nächtlichen Schauspiel zu erfreuen. Unbeschreiblich, die Küste sieht heute schon ganz anders aus, viel weiter vorgeschoben. Sitzen, warten, staunen, blaue Stunde! Anschließend bin ich mit Chris und Detlef noch etwas über die ganz frische und heiße Lava geturnt, haben dabei tolle Oberflächenlava entdeckt mit einem sich hebenden Lavadeckel (und wurden beim Fotografieren fast gegrillt 🙂 ) und einer phreatischen Explosion. Aber auch heute mussten wir uns irgendwann von der Lava trennen, zurück zur Gruppe, zurück zum Parkplatz und weitere Aktivitäten auf Big Island in Angriff nehmen.




Tag 08: Kilauea Sykhole(-Virus)

 


Skyhole-Virus. Dieser hatte uns, also Chris, Detlef und mich direkt schon beim Heliflug erwischt, da mussten wir einfach zu Fuss hin. Wir wussten natürlich nicht, wo es genau liegt, aber Chris hatte eine grobe Ahnung der Lage und Entfernung, immer wieder sprachen wir darüber, wo ungefähr, wie lange würden wir laufen müssen, welche Nacht… Am 22.11. war es dann soweit, die Entscheidung war gefallen, heute Nacht wird DIE Nacht sein:

Abendessen, Schlafen von 2130 bis 2300, Abfahrt, große Spannung, hält das Wetter? Unterwegs sind wir erst einmal durch Regen gefahren, oje, Angst, am Parkplatz Ocean Entry jedoch klarer Sternenhimmel, der Wettergott meint es wieder gnädig mit uns, JA!!! Sind dann sehr zügig (über die allerdings gut zu begehende Lava, trotzdem nicht vergleichbar mit einem gut ausgebauten Weg 🙂 ) los gelaufen, immer in Richtung eines glühenden Leuchtens in weit scheinender Entfernung. Haben uns immer weiter mit großen schnellen Schritten den Hang hinauf gearbeitet, hier und da an etwas Oberflächenlava vorbei, bis wir plötzlich direkt vor dem glühenden Schein standen, der sich wie ein Scheinwerfer der gut sichtbaren Milchstrasse entgegen streckte. Schnell ein Foto, bevor wir uns das Glühen näher angeschaut haben, ein erstes Skyhole, zwar recht klein, aber nicht minder beeindruckend. Der Blick auf die schnell fließende Lava, das dazu gehörende Geräusch einer zähen Masse (sieht aus und klingt für mich wie Wandfarbe), das Bewusstsein, dass dieses flüssiges Gestein aus tiefen Regionen unserer Erde kommt, dazu über uns das ganze Universum mit prominenter Milchstrasse, einfach überwältigend, ich bin mir so unendlich klein vorgekommen – und so dankbar, dies erleben zu dürfen!!!

Nach ein paar Minuten des Genießens und Staunens ging es aber weiter auf der Suche nach dem ‚wahren’ Skyhole. Einige Höhenmeter weiter wurden wir dann fündig, ‚unser’ Skyhole (die GPS-Aufzeichnungen haben dies später bestätigt), allerdings mittlerweile leider eingestürzt und nicht so spektakulär wie erhofft. Da es noch etwas früh (0230 oder so) war sind wir einfach noch weiter gegangen, immer näher an Puu Oo ran. Leider wurden wir nach einer Stunde (bei ca. 600 Höhenmetern und nur noch ca. 3km von Puu Oo entfernt) von nur extrem schwer zu begehender AA-Lava (tiefe Gräben, sehr raue Oberfläche) gestoppt, allerdings wäre es auch bei besseren Bedingungen zeitlich doch sehr knapp geworden. Sind nach kurzer Pause also umgekehrt und haben an ‚unserem’ Skyhole auf das erste Sonnenlicht gewartet. Direkt am Hole war es sehr sehr warm, ansonsten sehr kalt. Detlef hat sich daher in seinen 5$ Regenponcho gewickelt, der dann lustig laut im Wind geflattert hat 🙂

Nach einer (dösenden) Stunde dann endlich der erste helle Streifen am Horizont. Also Kameras aufgebaut und fleißig fotografiert, allerdings ziemlich schwierig, die richtige Belichtung zu finden, da die 1300 Grad Celsius heisse Lava bei korrekter Belichtung der Umgebung einfach nur überstrahlt, aber es gibt ja auch noch Photoshop 🙂 Irgendwann hatten auch wir genug und uns auf den Rückweg gemacht, natürlich mit einem weiteren ausführlichen Stop an dem ersten kleinen Skyhole. Ich glaube, ich könnte da einfach nur Tage lang sitzen und der Lava zuschauen und –hören. Nach einiger Zeit zwangen wir uns dann doch, uns loszureißen und auf den Weg Richtung Kilauea zu machen, wo der Rest der Gruppe nach einem gemütlichen Frühstück schon auf uns wartete.

Nach einem kurzen Frühstücksstop unsererseits an einer Tankstelle waren wir dann nach 12 Stunden um 11 Uhr wieder am Volcano House, von wo wir nach wenigen Minuten, nach den heute Nacht absolvierten 18 km, zu einer weiteren Kleinigkeit von Wanderung von 9 km aufbrachen…




Tag 07 – 10: Halemaumau

 


Am ersten Tag, direkt nach der Ankunft im Kilauea National Park, haben wir direkt dem dampfenden Halemaumau Krater einen Besuch abgestattet.

Viel spannender aber waren unsere täglichen abendlichen Besuche des Jaggar Museums mit Blick auf den starkglühenden Krater in der Dämmerung, jeden Abend von neuem ein faszinierendes Schauspiel!!!

Und natürlich mussten wir uns den Krater auch einmal aus der Nähe anschauen, was sich jedoch als gar nicht so einfach gestaltete . O.k., ich vergaß zu erwähnen, dass der Zugang streng verboten ist und auch rund um die Uhr kontrolliert wurde. Die erste Idee war die Annäherung zu Fuß über die (derzeit) gesperrte Straße. Ein erster Versuch wurde von starkem Regen vereitelt.

Beim zweiten Versuch waren wir schon fast am Krater, hatten unsere Gasmasken bereits aufgesetzt (die Schwefelkonzentration ist extrem hoch und tödlich), als sich plötzlich (morgens um 0430!!!) ein Auto (Ranger) näherte. Wir konnten uns gerade noch im Lavafeld verstecken (was bei Chris jedoch zu einer ziemlichen Wunde am Knie geführt hat, das Zeug ist einfach verdammt scharfkantig) und vorsichtig zurückziehen.

Aber aufgeben kam natürlich gar nicht in Frage, also haben Chris, Detlef und ich am nächsten Abend einen erneuten Versuch gestartet mit neuer Taktik. Wir sind direkt nach dem Abendessen losgetigert, und zwar diesmal auf direktem Weg durch den Krater. Stirnlampen natürlich aus, aber (wieder ein Dank an den Wettergott) der leuchtende Mond erleuchtete den dunklen Untergrund gerade genug, dass wir uns (unterstützt von Chris gespeicherten GPS Punkten) von Steinmännchen zu Steinmännchen arbeiten konnten, ohne dass die Ranger auch nur den Hauch einer Chance gehabt hätten, uns zu entdecken 🙂 Und dann, nach knapp einer Stunde, war es geschafft, wir standen tatsächlich direkt am Rand des Halemaumau, den glühenden ‚Topf’ nur wenige Meter entfernt! Dazu der scheinende Mond, ein paar Sterne, die Silhouette des Mauna Kea, wieder einer dieser sehr ergreifenden und intensiven Momente auf dieser Reise. Nachdem der Mond gegen Mitternacht untergegangen war, haben wir uns (jetzt frech mit Lampe) auf den Rückweg gemacht und sind völlig aufgedreht und euphorisch im Hotel eingerückt!!!




Tag 07 – 10: Big Island und Kilauea

 


Nach ein paar verbrachten Tagen in Hilo sind wir nach der zweiten Ocean Entry Nacht in den Kilauea National Park in das dortige Volcano House umgezogen. Von dort aus haben wir die verschiedensten Unternehmungen am Kilauea gestartet. Am Tag unserer Ankunft haben wir das Visitor und das Jaggar Center sowie die Sulfur Banks besichtigt.

Am Tag nach unserer nächtlichen 18km-Skyhole-Exkursion sind wir nach wenigen Minuten Pause mit den restlichen Vulkanfreunden zum Iki Krater und einer Lava Tube aufgebrochen, weitere 9km für unsere mittlerweile dampfenden Füße.

Einen weiteren der (dank dem Wettergott) sonnigen Tage haben wir zu einer Wanderung über Lavafelder, vorbei an diversen Kratern und durch eine unterhaltsame Urwaldpassage zu einem kleinen Platz, perfekt für ein Picnic mit idealem Blick auf den dampfenden Puu Oo Krater genutzt. Nach einer längeren Pause sind wir dann auf einem anderen Weg zurück zum Auto.

An unserem letzten ganzen Tag auf Hawaii haben wir eine View Point Tour am Kilauea mit gaaaanz vielen Stops gemacht, wie z.B. Lava Trees, Krater, Schlacke-Kegel, Petroglyphen, ehemaliger Ocean Entry, von Lava umflossenes einsames Schild, netter ausklingender Tag, wieder bei herrlich strahlendem Sonnenschein!!!


Aufstehen um 0600, Fahrt zum Flughafen, Van abgeben, zum United Schalter laufen und wundern: keine Schlange, Schalter nicht besetzt, irgendetwas stimmt hier nicht? Chris sucht, Chris findet, unseren Flug gibt es nicht, bei United ist er noch im System, faktisch findet er aber nicht statt. Wir werden immerhin umgebucht, dürfen zur Belohnung den Vormittag am Flughafen verbringen, welch Spaß! Um 1425 geht dann endlich unser Flug, eine kleine Propellermaschine, cool, eine kleine Entschädigung wenigstens.

Ankunft Kona, knuffiger Flughafen, wieder das Spiel mit der Autovermietung, Van aussuchen (wieder ‚unser’ Modell) und ab auf die Straße. Erst ein Stück die Ironmen-Strecke entlang, dann am Mauna Kea vorbei, Abstecher View Point mit Blick auf die Küste und Weiterfahrt nach Hilo zu unserer Unterkunft, welche mitten in Hilo, aber auch umgeben von Urwald liegt, was lautet, o.k. sehr lautes, Ziepen von Grillen und Quaken von Fröschen bedeutet, ich fands prima! Abendessen in nettem Restaurant, noch eine Runde drehen mit Detlef und sanftes Einschlafen bei den oben beschriebenen Urwaldgeräuschen.

Auf der Rückfahrt zum Flughafen am letzten Urlaubstag haben wir noch einen letzten Stop an einem Küstenabschnitt gemacht, wo wir das Glück hatten, eine Meeresschildkröte am Strand anzutreffen, ein perfekter Abschluss einer perfekten Reise!!!