Am ersten Tag, direkt nach der Ankunft im Kilauea National Park, haben wir direkt dem dampfenden Halemaumau Krater einen Besuch abgestattet.

Halemaumau glühtViel spannender aber waren unsere täglichen abendlichen Besuche des Jaggar Museums mit Blick auf den starkglühenden Krater in der Dämmerung, jeden Abend von neuem ein faszinierendes Schauspiel!!!

Und natürlich mussten wir uns den Krater auch einmal aus der Nähe anschauen, was sich jedoch als gar nicht so einfach gestaltete . O.k., ich vergaß zu erwähnen, dass der Zugang streng verboten ist und auch rund um die Uhr kontrolliert wurde. Die erste Idee war die Annäherung zu Fuß über die (derzeit) gesperrte Straße. Ein erster Versuch wurde von starkem Regen vereitelt.

Beim zweiten Versuch waren wir schon fast am Krater, hatten unsere Gasmasken bereits aufgesetzt (die Schwefelkonzentration ist extrem hoch und tödlich), als sich plötzlich (morgens um 0430!!!) ein Auto (Ranger) näherte. Wir konnten uns gerade noch im Lavafeld verstecken (was bei Chris jedoch zu einer ziemlichen Wunde am Knie geführt hat, das Zeug ist einfach verdammt scharfkantig) und vorsichtig zurückziehen.

Aber aufgeben kam natürlich gar nicht in Frage, also haben Chris, Detlef und ich am nächsten Abend einen erneuten Versuch gestartet mit neuer Taktik. Wir sind direkt nach dem Abendessen losgetigert, und zwar diesmal auf direktem Weg durch den Krater. Stirnlampen natürlich aus, aber (wieder ein Dank an den Wettergott) der leuchtende Mond erleuchtete den dunklen Untergrund gerade genug, dass wir uns (unterstützt von Chris gespeicherten GPS Punkten) von Steinmännchen zu Steinmännchen arbeiten konnten, ohne dass die Ranger auch nur den Hauch einer Chance gehabt hätten, uns zu entdecken :-) Und dann, nach knapp einer Halamaumau in der Nacht bei MondscheinStunde, war es geschafft, wir standen tatsächlich direkt am Rand des Halemaumau, den glühenden ‚Topf’ nur wenige Meter entfernt! Dazu der scheinende Mond, ein paar Sterne, die Silhouette des Mauna Kea, wieder einer dieser sehr ergreifenden und intensiven Momente auf dieser Reise. Nachdem der Mond gegen Mitternacht untergegangen war, haben wir uns (jetzt frech mit Lampe) auf den Rückweg gemacht und sind völlig aufgedreht und euphorisch im Hotel eingerückt!!!

Kurztagebuch