Tagebuch


18.04. Treffen Detlef am Flughafen, Kaffee trinken und dabei fast den Flug verpasst, Plätze 1A und 1B, Landung 2100, Treffen mit Andrea (Guide) und Rafael und bei Regen nach Milazzo gefahren, Übernachtung in einem B and B.
19.04. Tragflügelboot nach Stromboli, Observatorium, Aufstieg zum Gipfel, alter Weg, Feuerrutsche, erste rote Eruptionen, Dämmerung, sehr häufige und starke Eruptionen, Gipfel, Fotos, Hammer! Abstieg Vulkanasche in Rekordzeit, Pizza und Bier zur Belohnung. Zum Detailbericht Stromboli
20.04. Frühe Fähre nach Vulcano, extrem lecker Panini, Aufstieg zum Gipfelkrater, Schwefel, Dampf, cool, Abstieg Vulkanasche, Fähre, Stromboli, Umpacken, erneuter Aufstieg neue (Touri-)Route, Abbruch auf 500m (von 950m) weil Regen, Abstieg, Pizza mit Rotwein. Zum Detailbericht Vulcano
21.04. Tragflügelboot fährt nicht wg. Schlechtwetter, Fähre am Mittag auch nicht, wir sitzen fest. Laufen durch Ort, Abends Feuerrutsche aber nix zu sehen wg. Nieselregen, mittelmäßige Pizzeria, Heimweg.
22.04. Schiff fährt! Milazzo, mit Land Rover von Andrea gen Ätna, Panne bei Messina, Motorschaden und Abschleppwagen, extrem lecker Mittagessen, Fiat Panda gemietet, Ätna Nord, Lavastrom von 2002, Grotta dei Ladroni, Rückflug und Ankunft 0030 in Ffm. Zum Detailbericht Ätna

Tag 01 - 03: Stromboli


Abfahrt Tragflügelboot um 0730, diverse der liparischen Inseln angefahren und um 1000 Ankunft auf Stromboli. Erst einmal gemütlicher Café in der Sonne, das Quartier bei ‚da Luciano‘ bezogen (ich teile das Zimmer mit Detlef). Zuerst haben wir dann einen Abstecher ins Observatorium gemacht und sind kurz in den Ort bzw bleibt Andrea alle paar Meter stehen, weil er jemanden kennt 🙂 Supermarkt (Wasser, Schokolade), lecker Pasta mit Tunfisch Mittagessen bei der Unterkunft, kurzes Dösen, Schwätzen und Sonnen.

Und um 1530 ging es dann endlich los (also fast, erst einmal noch ein Käffchen) über den alten Weg (der neue Weg für die Massen führt direkter zum Gipfel) zum Stromboli. Viele Pflanzen, Blicke, regelmäßiges Melden bei der Guardia (jeder Gruppe steht nur eine gewisse Zeit zum Aufstieg bzw. auf dem Gipfel zur Verfügung) und einfach ein nettes Laufen. Und dann der erste Blick auf den Gipfel, die ersten Eruptionen, sogar etwas Rot ist zu erkennen! Ausgiebiger Stop an der Feuerrutsche mit Blick auf regelmäßige große Eruptionen (richtig mit Knall, Bumm, so muss das sein!). Weiterer Aufstieg, wir (entgegen der ursprünglichen Ansage) recht flott steil unterwegs, Pause kurz vor dem Gipfel, Abwarten der Dämmerung mit Fotos seitlicher Blick auf den Gipfel, weiterhin geniale Eruptionen, wow! Dann endlich auf den Gipfel (nur eine gewissen Anzahl an Personen ist erlaubt) mit direktem Blick in den Krater, Lava, Brodeln, Eruptionen, der Wahnsinn, unbeschreiblich!!! Fotos ohne Ende, irgendwann mussten wir dann uns schwer fallend (nach den letzten beiden Eruption mit deutlich spürbaren Druckwellen dann doch nicht mehr so schwer fallend) einpacken. Den Abstieg über Vulkanasche hüpfend, fast rennend mussten wir dann in der Rekordzeit von 50 Minuten (Andrea’s Rekord mit einer Gruppe) hinter uns bringen, weil wir uns um 2200 latest bei dem Wachposten abmelden mussten. Zurück in der Unterkunft dann Belohnungs-Pizza, -Bier, -Schlafen.

Unser 2ter Versuch einen Tag später war leider dann nicht mehr von Erfolg gekrönt. Wir sind den neuen Weg gegangen, allerdings fing es irgendwann zu regnen an (kurz nachdem wir eine lustige Schulklasse sowie einen Franzosen mit nacktem Oberkörper überholt hatten) und der Gipfel bewölkt sich. Mist, also Abbruch bei 500m (von 950) und leicht enttäuschter Abstieg. Zurück zum Tagebuch



Tag 02: Vulcano


Aufstehen um 0600 (irgendwie sind Vulkanreisen nicht Langschläfer kompatibel) und ab zur Fähre nach Vulcano. Dort erst einmal frühstücken. Anschließend in einen kleinen Supermarkt, wo eine wirklich dicke Frau uns richtig geile Panini mit getrockneten Tomaten und sizilianischen Rucola Käse geschmiert hat, ein Traum! Anschließend haben wir uns endlich an den Aufstieg gemacht, naja, Aufstieg, so wirklich viele Höhenmeter sind das nicht, und auch in Badeschlappen sowie Pumps wurde der Vulkan bereits bezwungen… Sind dann nach keiner Ewigkeit am Krater angelangt, wo es total cool schwefelig gast und dampft, der ganze Boden gelb leuchtet und sich die Augen/ Nase über die Dämpfe begeistert freuen.

Haben dort auch ein paar Jungs von einer Uni getroffen, die fröhliche Experimente und Messungen durchgeführt haben und sind dann über Vulkanasche lustig hüpfend ziemlich schnell abgestiegen, das macht einfach immer wieder Spaß!

Wieder am Hafen haben wir die Fähre zurück nach Stromboli genommen. Zurück zum Tagebuch



Tag 04: Motorschaden und Vulkan Ätna


Haben das Schiff um 0715 mit Umsteigen in Lipari nach Milazzo genommen. Erst einmal, na klar, Café tanken, dann mit Andreas Auto (einem Land Rover) in Richtung Ätna gedüst, um wenigstens noch ein paar Stunden dort verbringen zu können nach dem ganzen Wetterpech. Aber Wetterpech war dem Reisegott wohl nicht genug, er schickte uns auch noch Motorpech in Form einer Panne bei Messina: Motor kaputt raucht nix geht mehr (Erste Reaktion von Andrea (wir hatten ihn ja noch bis zum Abend gebucht): „Was wird das wohl kosten“ „Wie organisiere ich bloß meinen nächsten Kunden“ „Fahrt Ihr am besten mit dem Zug nach Catania“).
Im Abschleppwagen (wir hinten drauf im Auto) ging es zur Werkstatt, dann mit dem Taxi zur Autovermietung, welche natürlich bis 1600 Mittagspause hatte, es klappte aber auch gar nix. Also am Bahnhof Gepäck einschliessen und gemütliches Essen in einem geheimen Lokal, wow, Penne mit sizilianischem Ricotta, Penne mit Schwertfisch, Spagetti in Tinte vom Tintenfisch, danach Platte mit Schwertfisch Involtini, Calamari (weich) und frittierte Mini-Calamari, Tiramisu, der Hammer und somit ein kleines Trösterchen. Um 1600 konnten wir uns dann endlich ein Auto leihen (Weitere Zeit ging mit Handeln und Vergleichen verloren, am Ende hatten wir dann einen Fiat Panda für uns Vier mit Gepäck als Leihwagen, bequem und sicher ist gefühlt etwas anderes), um damit bequem und entspannt (haha) wenigstens für ein paar Minuten zum Ätna zu fahren…

Drei Tage später als geplant haben wir dann endlich den Ätna Nord erreicht (wenige Stunden vor dem Rückflug, hm…). Sind zuerst kurz zum Lavastrom von 2002, anschließend für ein paar Minuten zur Grotta dei Ladroni, bevor wir dann zum Flughafen düsen mussten, wo gegen 2200 unser Rückflug nach Frankfurt (wir haben netterweise umsonst die Reihe am Notausgang bekommen) startete, also wirklich viel Ätna war bei diesem Kurztrip nicht dabei.

Fazit des Trips: Stromboli absolut und immer eine Reise wert, Vulcano auch, unser Guide aus „technischer“ Sicht (Wissen, Route…) zu empfehlen, aus Sicht der Kundenorientierung jedoch leider keine Empfehlung (persönliche Meinung). Zurück zum Tagebuch

Mit großem Dank an Chris Weber an dieser Stelle ein paar wenige Bilder des aktiven Ätna Anfang 2014 mit u.a. einem seltenen pyroklastischen Strom.