Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir vom Hotel aus direkt durch die Caldera zum Vulkan Bromo gelaufen (der „Standard-Touri“ geht direkt vom Sonnenaufgangs-Aussichtspunkt auf den Bromo, so dass wir zu der späten Uhrzeit fast alleine dort waren), dort die steile Treppe hinauf, wo wir direkt am Kraterrand standen und einen Blick in den dampfenden Krater werfen konnten. Anschließend haben wir den Krater (ca. 2.5 km) einmal auf dem schmalen Rand gemütlich umrundet, unterbrochen von einer längeren Keks-Pause Blick auf den Semeru. Eine sehr gemütliche, aber auch sehr spannende Wanderung (sogar mit kurzem Einsatz unserer Gasmasken).
Info: Der Bromo (indon. Gunung Bromo) ist ein Stratovulkan auf der indonesischen Insel Java. Der 2.329 m hohe Vulkan ist der jüngste Krater des Tengger-Vulkan-Massivs und einer der aktivsten Vulkane auf Java.
Mythologie: Nach einer Geschichte hat am Ende des 15. Jahrhunderts die Prinzessin Roro Anteng des Majapahit-Imperiums zusammen mit ihrem Ehemann Joko Seger ein eigenes Fürstentum gegründet. Sie nannten es Tengger nach den Silben ihres Namens. Das Fürstentum florierte, aber dem herrschenden Paar war es nicht möglich Nachkommen zu zeugen. So kletterten sie in ihrer Verzweiflung auf den Bromo und beteten zu den Göttern, sie mögen ihnen beistehen. Diese versprachen ihnen zu helfen, unter der Bedingung, ihr letztgeborenes Kind den Göttern zu opfern. Die beiden hatten 24 Kinder und als das 25. und letzte Kind Kesuma geboren wurde, weigerte sich Roro Anteng ihr Kind wie versprochen zu opfern. Die Götter drohten mit Feuer und Schwefel, bis sie schließlich das Kind doch opferte. Nachdem es in den Krater geworfen wurde, befahl die Stimme des Kindes den Einheimischen, jährlich eine Feier am Vulkan abzuhalten, die es auch heute noch gibt. An diesem großen Fest (Kasada) werfen die Hindus zur Besänftigung des Vulkangottes Ziegen und weitere tierische Opfer in den Krater – in diesem stehen dann halsbrecherisch einige Moslem-Jungs und fangen die Opfergaben, um diese dann mit nach Hause zu nehmen und zu verzehren (was von den Hindus geduldet wird, hier klappt das mit der Toleranz der Religionen also noch vorbildlich).

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