Dem Vulkan Merapi (“Feuerberg”, meru = Berg, api = Feuer) ist ein Schichtvulkan in Indonesien. Er hat eine Höhe von zirka 2.930 m und ist einer der aktivsten Vulkane des Landes. Er gilt als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt) haben wir uns von verschiedenen Seiten genähert.
Den ersten Kontakt hatten wir bei einer Wanderung durch einen Urwald (mit Affen, riesen Bambus) bis zu dem Dorf Kaliurang, welches vor zwei Jahren durch einen pyroklastischen Strom (dessen Verlauf man gut erkennen konnte) vernichtet wurde. Dort haben wir dann auf den Sonnenuntergang gewartet.
Am folgenden Tag haben wir uns dem Vulkan kurz nach Sonnenaufgang zu Fuss (über eine sehr staubige von LKWs befahrenen Strasse) an der Südflanke genähert.![]()
Den Aufstieg auf den Gipfel haben wir in Selo gestartet (dort waren wir in einer sehr einfachen aber charmanten Unterkunft (es wurden sogar extra noch zwei Zimmer organisiert und Matratzen für die Fahrer gekauft) mit Gemeinschaftsklo (zur Benutzung gab es ‘öffentliche’ Badeschlappen) ohne Klopapier untergebracht).
Gestartet sind wir dann – bei traumhaftem Sternenhimmel mit klarer Milchstrasse – um Mitternacht. Erst verlief der Weg sehr steil durch ein Waldstück, dann über ein kleines Plateau mit anschließender extrem steilen steinigen Rampe, bis wir pünktlich zum Sonnenaufgang den Gipfel/ Lavadom erreicht haben (Dauer ca. 4 ½
Stunden, gefühlt keine 2 Stunden). Von dort hatten wir eine grandiose Aussicht auf Indonesien und seine Vulkane bei immer wechselndem Licht und tollen Wolkenformationen. Haben ca. 1 Std fast windstill und ohne Gasmaske am Gipfel verbringen können, dann hieß es: Abstieg (bei dem wir dann sehen konnten, wie steil der Weg wirklich ist) – ich hasse Abstiege – auf dem wir häufig von Einheimischen (barfuss/ in Gummistiefeln mit riesigen Graspaketen auf dem Kopf) überholt wurden. Gegen 1000 haben wir dann erschöpft aber begeistert unseren Startpunkt wieder erreicht.

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